Love your imperfections

Hallo liebe Interessierten,

ja, man könnte meinen, auf Instagram und Co. tummeln sich die perfektesten aller augenscheinlich perfekten Bloggerinnen, Fitnessladies etc., deren Bilder allesamt aus einem Hochglanz-Magazin entsprungen sind.

Insbesondere junge Menschen sind leicht beeinflussbar und suchen noch nach Orientierung.
Diese sogenannten Stars der Social Medien werden als Idole angesehen und imitiert.
Viele wollen am liebsten genauso sein, die gleichen Klamotten tragen und die gleichen Dinge erleben.
Dadurch wird eine Generation von Zombies gezeugt, die keine eigene Identität und Persönlichkeit entwickelt.

Und die, die zu weit weg sind von diesen Idealen, sei es aus finanziellen oder optischen Gründen, sind frustriert oder gar depressiv.
Sie ziehen sich zurück, oder kommen auf weitere erschreckende Gedanken.

Nur wisst ihr was? Auch wenn viele diese professionelle Glamour-Fassade pflegen, geht es auch bei diesen Ladies & Boys oftmals ganz unglamourös zu.

Perfektion und Oberflächlichkeit langweilen mich

… schon immer.

In meiner unperfekten Welt, die ich so viel lieber mag, verschwindet manches Essen unter einem Berg Joghurtsoße oder Ketchup und ein geplantes Blogfoto hinter meinem ausgestreckten Mittelfinger, ich verzichte auf Make up und gestylte Haare beim Training und penetriere euch stattdessen mit Augenringen und Pickeln, Kommata setze ich frei Schnauze, ich werfe viel zu oft mit Schimpfwörtern um mich, bei Bier werde ich schwach … immer … und ich trage unpassende Kleidung, die keinerlei Foto wert ist.

Wie oberflächlich muss man sein, Menschen aufgrund ihres Aussehens zu verurteilen oder abschätzig zu behandeln? Wie oberflächlich muss man sein, um sich auf Kosten anderer zu amüsieren?
Und warum zum Teufel möchten dennoch so viele Menschen Anerkennung von genau solchen Idioten?

Wir müssen nicht alle gleich sein. Wir müssen nicht alle mit Modelmaßen gesegnet, blond, groß, wunderschön und mainstream sein.
Das wäre dermaßen langweilig.

Ich wollte nie in diesem Strom mitschwimmen und will es auch heute nicht.
Und das ist in Ordnung, denn jeder von uns findet Menschen, die genauso wenig im Strom mitschwimmen und uns so mögen wie wir sind.
Liebenswert unperfekt.

2 thoughts on “Love your imperfections

  1. Sehr schön geschrieben 🙂
    Ich sehe diese ‚Perfekten‘ sowohl negativ als auch positiv. Zum einen wird einem zwar oft etwas Unrealistisches gezeigt, zum anderen helfen mir nur unrealistische Träume und Ziele dabei, etwas realistisches zu erreichen. Ich finde es toll zu sehen, dass es ausreichend Menschen gibt, die genauso sehr einen an der Klatsche haben, wie ich, aber so paradox das auch klingt, die Leute, die so sind, wie ich nie sein werde und eigentlich auch nie sein wil, helfen mir dabei mich dazu auf zu raffen meine eigenen Ziele an zu gehen 😅

    Saggysara finde ich derzeit auch einen recht netten Instagram Account, da sie regelmäßig, die Probleme hinter augenscheinlich perfekten Fitness Bildern aufzeigt 🙂

    Grüße,

    Teresa

    1. Huhu,

      Du meinst Saggysara aus Finnland? Gefällt mir auch sehr gut.

      Ich kann absolut nachvollziehen, wenn jemand, der bereits davon lebt, oder sein geliebtes Hobby zum Beruf machen möchte, wert auf perfekt in Szene gesetzte Posen und qualitativ hochwertigen Content legt.
      Ich selbst schau mir auch sehr gerne ästhetische Fotografien an, nur vermisse ich bei vielen die Authentizität und wenn das nicht gegeben ist, langweilt mich ein Account sehr schnell.
      Mich begeistert es, wenn jemand über sich selbst lachen kann, ehrlich zugibt, sportfaul gewesen zu sein oder auch mal exzessiv gecheatet hat, anstatt ein gefaktes „Ich esse wirklich (Fastfood)“ – Bild zu posten. 🙂

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