Kuhle Schnecken running with refugees

Hallo liebe Fitness-Freaks und Interessierten,

am Anfang war da diese Idee von Markus Zechmann.
Er arbeitet in der Unternehmenskommunikation mit dem Schwerpunkt „Social Media“ bei der Inneren Mission München, die unter anderem in der Ersthilfe für Geflüchtete und Asylsuchende tätig ist,
somit bot es sich an, eine direkte Koop zwischen der IMM und unseren Blogs zu starten und das Team vom Spartan Race zu beteiligen.

Herausfordernde Hindernisse, die durch Feuer, Wasser und Schlamm führen und bei denen wir von 50 Läufern und 50 Volunteers aus München und direkter Umgebung unterstützt werden, lassen am 8.4.2017 Unterschiede zwischen Hautfarbe und Herkunft verschwinden.

Unsere Teammitglieder sind in Unterkünften untergebracht, die von der IMM in enger Abstimmung mit der Abteilung „Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration“ und der Leiterin Frau Andrea Betz betreut werden.

Mehrere Unternehmen haben ohne zu zögern ihre Unterstützung zugesichert und nicht unerhebliche Spenden bereitgestellt.
Unser Dank geht dabei unter anderem an: „Die Bayerische“ für die TRX-Trainingsgeräte, GetGrover für die GoPro Kameras, dem Kamera-Team aus LA und Sao Paolo, sowie Unique SportsTime für die Produktion unserer selbstdesignten Funktionsshirts.

Als das Projekt <<< Kuhle Schnecken running with refugees >>> ins Leben gerufen wurde, dachte ich: „Wow, das wird ganz schön groß“, aber ich wollte trotzdem aktiv dabei sein.
Umsetzen, was ich auf dem Blog so thematisiere.
Dass wir, die den Rassismus verurteilen, Solidarität mit den darunter leidenden Menschen zeigen müssen.

Schließlich ist es einfach, seiner Wut über die Empathielosigkeit vieler, im Internet kundzutun oder seine Bilder mit notoracism Hashtags zu versehen.
Es ist aber auch nicht wirklich schwer etwas im real life zu bewegen.

Was ich persönlich schwer finde, ist die Entwicklung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen gegen Rassismus mit relevanten Kooperationspartnern zu erreichen, dabei jedoch nicht die Grenze zur Selbstbeweihräucherung zu übertreten und die privaten Schicksalsschläge medial auszuschlachten.
Versteht mich nicht falsch, jedes Projekt, jeder Artikel, etc. ist eine wichtige Stimme in der Gesamtheit, aber ich wollte mehr tun, als nur darüber zu bloggen und hin und wieder Sachspenden sortieren.

Es ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam etwas zu erreichen, am Ende hoffentlich viele kleine oder auch große Erfolge zu feiern und in lächelnde Gesichter zu sehen.

Der 8.4.2017 steht nun also ganz im Zeichen von Integration durch eine gemeinsame Leidenschaft: Sport.

Wir alle sind gleich, wir laufen gemeinsam, wir kämpfen als Team, unsere Hautfarbe verschwindet unter jede Menge Schlamm.

Markus hat die Einrichtungen vor Weihnachten in und um München nach interessierten Teilnehmern abgeklappert und diese wurden mit Vorträgen und vielen Videos auf das Event eingestimmt.
Alle freuen sich auf das Ereignis und es ist für den Alltag der geflüchteten Menschen eine wichtige Abwechslung.

Frauen haben sich leider bisher keine gemeldet – hätten wir aber gerne dabei gehabt.
Update: Ich habe die wundervolle Nachricht erhalten, dass unser Team um eine Frau reicher geworden ist.
Liebe Cassandra, ich freue mich sehr auf Dich!

Die meisten sind Mütter und wollen verständlicherweise ihre Kinder nicht alleine lassen.
Wir haben aber auch 10 kostenlose Startplätze für das JUNIOR-Race, ab 3 Jahren, zugesichert bekommen, vielleicht kommt da noch was. 😉

Die Teilnehmer sind zwischen 16 und 30 Jahre alt und ihre Herkunft bunt gemischt: Afghanistan, Syrien, Senegal, Eritrea, Pakistan, Sierra Leone, Nigeria.

Mit den weiteren Spartanern dürften jede Menge mehr Nationalitäten hinzukommen:  Briten, Franzosen, Türken, Japaner, vielleicht sogar jemand aus dem Vatikan. Man weiß es nicht.
Es ist für mich unverständlich, wie man Multikulti ablehnen kann, denn macht nicht genau DAS, das Leben aus? Neues entdecken? Neues kennenlernen? Etwas Neues lernen?
Man sollte es als Bereicherung ansehen, eine weitere Erfahrung geschenkt zu bekommen.
Es wird einem nichts genommen, solange sich alle gegenseitig respektieren.

Gerade jene, die Integration fordern, schotten sich ab. Man wolle lieber unter seinesgleichen bleiben und ist widerstrebt, ein gemeinsames Miteinander zu schaffen.
Aber damit Integration funktionieren kann, braucht es beide Seiten.
Beim Sport werden sprachliche Barrieren problemloser bezwungen und er bietet große Chancen die Gemeinschaft zu stärken.
Am Ende entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, ein positives und prägendes Erlebnis.

Vielleicht fallen sich beim Zieleinlauf sogar ein Moslem aus Afghanistan und ein Christ aus Eritrea in die Arme, vor Glück über das Erreichte. Oder ist das zu sehr Hollywood?

Nennt mich eine Träumerin… allein die gemeinsame Teilnahme an diesem Event ist ein Schritt der Annäherung, und fängt nicht alles mit dem ersten Schritt an?

Quelle: Spartan Race Deutschland
Quelle: Spartan Race Deutschland

7 thoughts on “Kuhle Schnecken running with refugees

  1. Jajaa die vielen Rassisten in Deutschland…Dann fragt doch mal was diese Refugees von Juden,Christen,Jesiden halten,Was Araber von Schwarzafrikanern halten usw.

    1. Ganz abgesehen davon, dass die Teilnehmer aus allen Teilen der Welt stammen, und sich gegenseitig geholfen haben, hätten Sie zu dem Event kommen und die Refugees selber fragen und kennenlernen können.
      Das hätte vielleicht Ihren Horizont erweitert. Aber das ist schon wieder anstrengend, gell?
      In Schubladen denken ist einfach und erfordert nicht so viele Ressourcen im Kopf. Manche müssen ja gut haushalten, je nach vorhandener Kapazität.
      Da begnügt man sich mit Hörensagen-Anekdoten & Einzelerfahrungen. Zack… sind alle von diesem Volk, dieser Religion, dieser Hautfarbe gleich.
      Alle Deutschen haben ja auch einen Dackel, tragen Lederhosen und Dirndl. 😉

  2. Hi, ich hab‘ Eure bunte Truppe (hihi, die Shirts … super!) zufällig vor dem Start gesehen: Eine wunderschöne Idee und sicherlich eine beeindruckende Unternehmung für alle Beteiligten – toll :))

    1. Huhu,

      hast du auch an dem Race teilgenommen oder warst du Zuschauer? 🙂

      Es war in jeglicher Hinsicht eine super Erfahrung, die weder ich, noch unser Team, missen möchten.
      Für mich war es der erste Spartan Race und bereits am Vortag, beim Spartan300, war die Stimmung genial.
      Ein ausführlicher Bericht folgt! 😀

    2. Danke – es war eine tolle Aktion und hat unglaublich viel Spaß gemacht!
      (Auch das Designen des Shirts – auch wenn ich da Adobe Illustrator oft massiv verflucht habe. *GG*)

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