Kratfttraining und Ballett passt nicht? Passt!

ballet

Hallo liebe Fitness-Freaks und Interessierten,

ich habe als kleines Kind immer getanzt.
Sei es mit coolen Hip Hop Moves und „guter Erschütterung“  zu Marky Mark oder ich ahmte  semiprofessionell Jennifer Beals Flashdance-Choreographie nach.
Anna Ballerina *, dessen Hauptdarstellerin leider viel zu früh von dieser Welt gegangen ist, gehörte in den 80igern zu meinen absoluten Lieblingsserien.  Silvia Seidel war lange mein Vorbild.
Wenn ich mir diese Aufnahmen nach Jahren anschaue, muss ich schmunzeln. Leider ergab es sich nie, dass ich selbst einen Tanzkurs besuchen konnte.

Noch heute verschlinge ich Tanzfilme und Danceshows und favorisiere unterschiedliche Stile.
Neben Hip Hop, Breakdance, Clowning und Crumping faszinieren mich auch lateinamerikanische Tänze, Contemporary und Ballett. Tanzen bedeutet für mich absolute Leidenschaft und Ausdruck, dabei ist es völlig unerheblich in welche Richtung sich der Stil bewegt.

Ich war wahnsinnig aufgeregt und gespannt, als ich das erste Mal den Ballettsaal betrat, denn ich erfüllte mir nun im stattlichen Alter von 35 Jahren meinen Mädchentraum.
Dass ich überhaupt nach einer Möglichkeit suchte, habe ich im Grunde genommen Neele zu verdanken, da der Gedanke für mich völlig absurd schien, mit über 30 noch ins Ballett-Training einsteigen zu können.
Allerdings gibt es für erwachsene Anfänger eine gute Auswahl, zumindest wenn man sich in den Großstädten umsieht.

Nach einigen Aufwärm-Übungen und dem Erlernen der korrekten Fußhaltung, wurden die verschiedenen Positionen sowie Grand-pliés und Demi-pliés an der Stange geübt.
Man kann sich Pliés wie Kniebeugen in unterschiedlichen Variationen vorstellen.
Bei den Grand-pliés werden zusätzlich die Fersen angehoben und die Knie noch etwas tiefer gebeugt, als bei den Demi-pliés.

Danach folgte Tendu. Dabei wird das Bein nach vorn, zur Seite und nach hinten gestreckt,  die Fußspitze gleitet über den Boden.
Da wir alle auf Socken trainierten, kann man sich das ein wenig wie Boden wischen vorstellen.

Bei einer weiteren Übung, wenn ich mich recht erinnere hieß sie „À la seconde“, balancierte ich meinen Körper etwas unbeholfen auf einem Bein und ohne Zuhilfenahme der Stange, bis mir meine Lehrerin Tina den Tipp gab, mich mit dem Blick nach vorn gerichtet auf einen Punkt an der Wand zu fokussieren.
Dadurch fiel mir die Übung wesentlich leichter und ich gewann an Gleichgewicht. Ich möchte fast sagen, dass ich souverän wirkte. ^^

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Ich habe nicht erwartet, dass es so anstrengend ist

Die permanente Körperspannung und die stolze, aufrechte Haltung forderte mich ganz schön heraus.
Tina führte uns sanft ins Training ein, aber wäre ich völlig untrainiert, würde mich der Muskelkater am nächsten Tag nicht unerheblich leiden lassen.
Meine Beine spürte ich nicht einmal wirklich stark, aber mein Rücken machte sich maximal bemerkbar.
Da meine Körperhaltung durchaus optimiert werden könnte, bin ich sehr gespannt, wie sich das im Laufe des Trainings entwickelt.

Mit Sicherheit wirkt Hanteltraining im Gegensatz zum Ballett eher derb und konträr, aber mich faszinierte schon immer die Anmut und Eleganz, die eine Tänzerin verkörpert. Aus dem Grund habe ich mich entschieden mein Krafttraining einmal wöchentlich um das Training an der Stange zu ergänzen.
Eines haben diese Sportarten zudem gemeinsam, sie erfordern viel Disziplin und Durchhaltevermögen.
Für mich ist Ballett der perfekte Ausgleich und ich kann jedem empfehlen, der schon immer gerne tanzen wollte und es, aus welchen Gründen auch immer, nicht als Kind machen konnte, einen Einsteigerkurs für Erwachsene auszuprobieren.

Hattest Du auch einen Kindheitstraum, den Du Dir im Erwachsenenalter erfüllen konntest oder Dir gerne erfüllen würdest? Erzähl mal! 😉 

mka

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8 thoughts on “Kratfttraining und Ballett passt nicht? Passt!

  1. Ah, wie „kuhl“…was habe ich Anna Ballerina geliebt. Ich überlege auch immer mal wieder einen Erwachsenen-Kurs zu besuchen, aber bei mir lässt sich das nur schwer mit meinen Arbeitszeiten vereinbaren. Lust hätte ich aber; dadurch, dass ich als Kind Jazz Dance getanzt habe, bin ich mit ein paar Grundsachen vertraut. Während des Tanzkurses, den wir aktuell besuchen, stellt sich das auch als Hürde heraus, weil ich viele Tanzschritte so umwandele wie ich es gewöhnt bin 😀
    strawberrymouse kürzlich veröffentlicht…[On Tour]: Vivaness 2016…oder: Spread the LoveMy Profile

  2. Ganz genau, deshalb war das auch völlig aus meinem Kopf verschwunden, bis ich den Beitrag von Neele entdeckt habe.
    Ich hab mich wirklich wahnsinnig darüber gefreut und denke auch, dass man unbedingt alles ausprobieren muss, was man schon immer machen wollte, wenn man die Möglichkeit dazu bekommt. 😉

  3. Unheimlich toll, dass du dich dazu entschlossen hast noch einen Kurs zu beginnen. 35 ist nicht alt, aber für den Einstieg ins Ballett-Training hätte ich ebenfalls gedacht, dass das nicht mehr möglich ist. 🙂 Die fangen ja meist ganz jung mit 3-4 Jahren an.

    Liebste Grüße, Jana

  4. Ich freue mich sooooo sehr, dass ich dich dazu inspiriert habe, wieder anzufangen! Toll, dass es dir so gut gefällt, ich hoffe du hast auch weiterhin so viel Spaß, nein ich verbessere mich, ich bin mir ganz sicher! Ganz liebe Grüße aus Freiburg, Neele

    1. Das ist das Schöne am Bloggen… ohne Deinen Artikel hätte ich tatsächlich nie angefangen danach zu suchen. 😉
      Lieben Dank für Deinen Input und ich freue mich auf Deinen nächsten Artikel. 🙂

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